Europäische Alternativen zu Dropbox
Dropbox ist ein bekannter Cloud-Speicher mit US-Sitz. Europäische Alternativen bieten EU-Datenresidenz oder volle Datenhoheit durch Self-Hosting.
Warum eine Alternative suchen?
Gründe sind europäische Datenverarbeitung, Datenhoheit und oft auch Kosten. Unternehmen legen zusätzlich Wert auf einen AV-Vertrag.
Worauf du bei einer Alternative achten solltest
- EU-Datenresidenz oder Self-Hosting
- Zuverlässige Sync-Clients
- Team-Freigaben und Rechteverwaltung
- AV-Vertrag für Unternehmen
- Speicherpreise
Die besten europäischen Alternativen im Überblick
Sortiert nach Eignung als Ersatz für das gesuchte Tool. Der Souveränitäts-Score bewertet unabhängig davon, wie europäisch und datensouverän ein Anbieter ist – beide Werte können daher voneinander abweichen.
Quelloffene, selbst hostbare Kollaborationsplattform aus Deutschland – Dateien, Kalender, Office und mehr.
Schweizer Datenschutz-Suite mit Ende-zu-Ende-verschlüsselter E-Mail, Kalender, Drive, Passwortmanager und VPN.
Vergleichstabelle
Die Top-Anbieter im Detail
Nextcloud ist die führende quelloffene Alternative zu Cloud-Suiten wie Google Workspace oder Microsoft 365. Selbst gehostet oder über einen europäischen Anbieter betrieben, bündelt Nextcloud Dateiaustausch, Kalender, Kontakte, Videoanrufe und Office-Bearbeitung. Damit steht die volle Datenhoheit im Mittelpunkt. Die Community-Edition (AGPLv3) ist für unbegrenzt viele Nutzer kostenlos – es fallen nur die Kosten des eigenen Servers an; Nextcloud Enterprise mit Support beginnt bei rund 69 € pro Nutzer und Jahr (ab 100 Nutzern).
Stärken
- Volle Datenhoheit durch Self-Hosting
- Quelloffen mit großem App-Ökosystem
- Deckt Files, Groupware und Office ab
Schwächen
- Self-Hosting erfordert Betrieb und Wartung
- Leistung hängt stark von der eigenen Infrastruktur ab
Proton bietet ein ganzes Ökosystem rund um verschlüsselte Kommunikation: Mail, Calendar, Drive, Pass (Passwörter) und VPN. Der Sitz in der Schweiz, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und eigene Server-Hardware in der Schweiz und Deutschland machen Proton zu einer der bekanntesten Datenschutz-Alternativen zu Google und Microsoft. Alle Apps sind quelloffen; Proton ist ISO/IEC 27001 zertifiziert und hat einen SOC-2-Type-II-Bericht. Proton Mail Plus startet bei 4,99 € pro Monat (3,99 € bei Jahreszahlung), das Bundle Proton Unlimited bei 12,99 € pro Monat.
Stärken
- Ende-zu-Ende-Verschlüsselung über die gesamte Suite
- Eigene Server-Hardware (Schweiz/Deutschland), kein Hyperscaler
- Quelloffen, ISO 27001 und SOC 2 Type II
Schwächen
- Sitz in der Schweiz (EFTA), nicht in der EU/EWR
- Kein Self-Hosting
- Verschlüsselung schränkt einige Komfortfunktionen ein
Migrationsaufwand
| Anbieter | Migrationsaufwand | Passung |
|---|---|---|
| Nextcloud | mittel | 87/100 |
| Proton | gering | 76/100 |
Wann sich ein Wechsel lohnt
Für Datenhoheit ist Nextcloud die naheliegende Wahl; für verschlüsselten Speicher ohne eigenen Betrieb bietet sich Proton Drive an.
Wann du beim bisherigen Tool bleiben kannst
Wenn du auf viele Dropbox-spezifische Integrationen angewiesen bist, prüfe, ob die Alternative deine wichtigsten Workflows abdeckt.
Häufige Fragen
Wie sicher ist Self-Hosting?
Der Souveränitäts-Score ist eine redaktionelle Orientierungshilfe, keine Rechtsberatung. So bewerten wir.